Als kämen sie quasi über Nacht aus der Erde

Rabbi Shlomo Bistritzky und Amos Schliack. Foto Sebastian Hartz
Rabbi Shlomo Bistritzky im Gespräch mit Amos Schliack. Foto Sebastian Hartz

Die Stolpersteine. Magisch mystisch seien sie, wie ein Stück „verbuddelte Vergangenheit“, sagt Amos Schliack Fotograf und Mitinitator von „Grindel leuchtet„. Die Aktion findet auch in diesem Jahr wieder am 09. November statt. Obwohl aus Berlin stammend ist er ein Grindeljung, seit über 30 Jahren hier, freilich mit Unterbrechungen z.B. in London und Tel Aviv.

„Hinter jedem Stein steht ein Mensch. Wenn Schnee gefallen ist, taut er auf den Steinen etwas schneller“ sagt er. Seine Fotografien können in der galerie postel im Grindelviertel betrachtet werden. Dort findet morgen um 19:00 Uhr in feierlichem Rahmen eine Vernissage von ihm fotografierter Stolpersteine mit fachkundiger Einordnung durch Beate Meyer statt. Mit seinen stillen und doch eindringlichen Fotos will Schliack zur Aufarbeitung beitragen. Diese, so sagt er mir, sei das beste Immunsystem.

Für Familien mit Kindern bietet sich an, morgen ab 16:30 Uhr auf dem Joseph-Carlebach-Platz zu sein. Von dort wird sich ein kleiner Zug zu den durch Kerzen beleuchteten Stolpersteinen in den Straßen im Grindelviertel bilden. Über eine App auf hamburg.de kann das Schicksal unserer ehemaligen Nachbarn, z.B. von Mirjam Schenkolewski aus der Rutschbahn 37, nachgelesen werden.

Nachbarschaftliche Grüße aus dem Grindel, Ihr Wolfgang Philipp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.