Alle Beiträge von Wolfgang Philipp

Über Wolfgang Philipp

geboren 1957 in Marktheidenfeld, Autor des Blogs, Immobilienmakler und Grindelliebhaber. Er arbeitet bei philipp Immobilien an der Grindelallee in Hamburg.

Beständig ist nur der Wandel

Programmkasten Abatonkino am Allende-Platz   Foto: philipp

Nach 28 Jahren verlässt zum Jahresende Programmchef Matthias Elwardt unser Abaton.

Grund dafür dürften interne Meinungsverschiedenheiten sein. Dennoch sagt Abaton-Gesellschafter Philip Grassmann dem Hamburger Abendblatt: „Alles, was das Abaton heute ist, verdanken wir Matthias Elwardt“. Sein Bruder und Mitgesellschafter Felix Grassmann skizziert die Zukunft: „Erst einmal ändert sich gar nichts“, aber „digitaler und gern auch politischer“ soll es werden.

Nicht nur ich bin sehr gespannt, wohnt jedem Ende doch bekanntlich ein Anfang inne. Auf jeden Fall schon jetzt ganz herzlichen Dank an Sie, Herr Elwardt, für die vielen Jahre vorzüglichen Kinos.

Draußen fällt leise der Schnee. Viele Grüße aus dem Grindel, Ihr Wolfgang Philipp

Rock im Logensaal

Boehmer | Hamburger Kammerspiele, Hartungstraße
Boehmer, hier im Konzert in der Kleinen Freiheit   Foto Marco Grundt

Der Groovy Tuesday 2018 läuft an. Im Logensaal der Hamburger  Kammerspiele macht am 23.1.2018 die Indierock-Band BOEHMER den Auftakt. Dazu sagen die Kammerspiele: „Vier reife Jungs aus Hamburg machen deutschen Indie-Rock in der klassischen Besetzung … Alle singen mal, manchmal auch kunstvoll zusammen.“ Dem kann man einfach nichts hinzufügen, finde ich. Übrigens, die Bar im hinteren Bereich des Saals ist während des Konzerts geöffnet .

Cornelia Schirmer und Delio Malär | Probe Kammerspiele Hamburg
Cornelia Schirmer und Delio Malär bei einer Probe im Logensaal   Foto philipp

Weiter in die Zukunft geschaut kommen Cornelia Schirmer und Delio Malär wieder. Sie tanzen, spielen und singen am Groovy Tuesday, den 13. März 2018.

Schöne Grüße aus dem Grindelviertel, Wolfgang Philipp

 

Jüdischer Salon beim Café Leonar feiert zehnjähriges Bestehen

Marion Kollbach│Programmacherin Jüdischer Salon │ Café Leonar, Hamburg
Marion Kollbach, Jüdischer Salon, Hamburg   Foto Privat

Frau Kollbach ist einer der Programmmacher des Jüdischen Salons, der kulturellen Begegnungsstätte für Juden und Nichtjuden direkt hinter dem Café Leonar am Grindelhof.

Zum 10-jährigen Jubiläum des Salons am kommenden Montag habe ich ihr ein paar Fragen gestellt.

Grindel-Blog
Warum engagieren Sie sich für den Salon?

Marion Kollbach
Ein Teil meiner Familie hat einmal in dem Viertel hier gelebt. Etwa 40% der Hamburger Juden siedelten sich bis 1925 in Rothenbaum und Harvestehude an. Ich frage mich, ob meine Familie in die Synagoge gegangen ist, an Jom Kippur, zu den Hohen Feiertagen, ob sie im großen Familienkreis Passach gefeiert hat. Ich stamme aus einer assimilierten Familie deutscher Juden. Viele Fragen gehen mir durch den Kopf. Ich erforsche sie und knüpfe mit meiner Arbeit im Salon an alte Fragen an. Es geht darum die Sprachlosigkeit durch die Shoah wieder mit Worten zu füllen, dazu viele Stimmen zu hören. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unser Programm.

Grindel-Blog
Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Salons?

Marion Kollbach
Wir freuen uns, gute Gastgeber zu sein. Mehr noch so ausgezeichnete Gäste zu haben und ein so vielfältiges interessiertes Publikum. Unser besonderer Wunsch für die nächsten Jahre ist, auch ein jüngeres Publikum mit unserem Programm zu erreichen.

Grindel-Blog
Kommen Sie aus dem Grindel?

Marion Kollbach
Ich lebe mit meiner Familie seit über zwanzig Jahren im Viertel. Meine Kinder sind hier aufgewachsen. Fast jeden Morgen trinke meinen ersten Kaffee im Café Leonar. Salon und Café sind für mich aus dem Viertel nicht mehr wegzudenken. Das Viertel ist vielfältig und gleichzeitig wie ein Dorf. Ich möchte nirgendwo anders in Hamburg wohnen.

Vielen Dank für das Interview, Frau Kollbach. Weiterhin gutes Gelingen!

Herzliche Grüße aus dem Grindelviertel, Ihr Wolfgang Philipp